Mars 2020

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Ich bin aufgeregt! Um nicht sogar zu sagen: Ganz aus dem Häuschen. Am 18. Februar landet der NASA-Rover Perseverance auf dem Mars – wenn alles gut geht. Es geht (auch) um die Suche nach Leben. Wohooooo!

Ist Leben der Normalfall?

Ich habe ja zwei Thesen in meinem Kopf. Die eine, dass es im Universum nur so von Leben wimmelt. Die andere, dass Spuren dieses Lebens noch in meiner Lebensspanne gefunden werden. Ich meine damit nicht E.T. oder ALF, sondern Mikroben und Biomarker. Neulich, als man irrtümlich dachte, Lebensspuren in der Venus-Atmosphäre zu finden, war es sogar fast schon so weit.

Mit Perseverance startet ein neuer Versuch, dieses Mal auf dem Mars. Finden sich dort Spuren von Leben, wäre das ein starkes Indiz, dass sich Leben überall dort rasch bildet, wo die Bedingungen dafür stimmen. Gerade der Mars ist hier spannend, denn wirklich brauchbare Voraussetzungen hatte der rote Planet nur für eine vergleichsweise kurze Zeitspanne. Und selbst in dieser lag der Mars am äußersten Rand der habitablen Zone unserer Sonne. Wenn sich dort Leben entwickelt haben sollte, könnte das viel über unser Universum sowie die Dynamik von Leben und Evolution verraten.

Und selbst wenn Perseverance nichts findet: In den nächsten Jahren gehen gleich mehrere neue Teleskope an den Start, die sich die Atmosphären von Exoplaneten genauer anschauen. Davon hat die Menschheit mittlerweile immerhin über 4.000 entdeckt – und ein paar Dutzend könnten wirklich super Bedingungen für Leben bieten, nach allem was wir wissen.

Diese neue Teleskopgeneration wird so empfindlich sein, dass sie verschiedene Biomarker über Lichtjahre hinweg erspähen kann. Also salopp gesagt: Es ist denkbar, dass wir Planeten finden, in denen sich z.B. viel Sauerstoff in der Atmosphäre befindet. Das wäre dann zwar noch kein Beweis für Leben, aber doch schon ein starker Hinweis. Und übrigens auch eine prima Zielbestimmung für irre aber physikalisch machbare Projekte wie StarChips – hier werden per Laser winzigste Sonden auf rund 1/5 der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, sodass wir damit in halbwegs brauchbarer Zeit unsere kosmische Nachbarschaft erkunden könnten. Stand: Aktuelle Technik. Wir könnten das machen, wenn wir wollten. Die Kosten würden sich ungefähr auf der Höhe des Apollo-Programms belaufen.

Ich freu mich wie ein Kind!

Ihr seht: Da geht der kleine Junge gerade mit mir durch. Aber das ist alles auch nicht völliger Unfug. Entsprechend freue ich mich, wenn am Donnerstag Mars 2020 hoffentlich erfolgreich landet. Allein schon auf die Bilder der Helikopter-Drohne Ingenuity, die Teil des Projektes ist. Der erste von Menschen erschaffende Flugkörper, der für längere Zeit in einer fremden Atmosphäre fliegt und hochauflösende Bilder macht. What a time to be alive!

Drückt die Daumen, dass das alles klappt. Und habt Nachsicht, dass ich dann vielleicht noch weitere Postings zu diesem Thema schreibe. Wie gesagt: Der kleine Junge in mir …

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Thomas

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